Nackt in die DDR

Ein INTENSIVLEKTORAT für HarperCollins.
Aron Boks hat sich auf Spurensuche nach seinem Urgroßonkel Willi Sitte begeben, den berühmten sogenannten „Staatsmaler der DDR“. Ich durfte ihn dabei begleiten und war beeindruckt! Er schrieb sein Buch während der Recherche, nahm seinen Fragen keine Antworten vorweg, hielt die Ambivalenzen aus, die das Thema für ihn und alle mit sich brachte und war unglaublich genau in seinen Recherchen. Es ist ein sehr persönliches und aufrichtiges Buch geworden, – Sachbuch und Erzählung in einem. Aron in dieser unüblichen, aber so erfrischenden erzählerischen Form zu bestärken und ihm für seine Arbeit ein kritisches Gegenüber zu sein, war eine wunderbare Herausforderung. So wie er es sich nicht leicht machte, sich einem Land und einem Menschen zu nähern, die er nie kennengelernt hatte, so wenig machten wir es uns leicht in unserer Zusammenarbeit, um ein wirklich gutes Buch entstehen zu lassen.

»Ich weiß nicht, wie mein Buch geworden wäre, wenn Judith nicht das Lektorat gemacht hätte. Oder sie nicht noch auf ein 4. Runde bestanden hätte ( oder war es sogar eine 5?). Mit Judith schreibt man eigentlich sein ganzes Buch um, merkt es aber nicht, weil es plötzlich so einfach ist.«

A. Boks über unsere Zusammenarbeit bei Nackt in die DDR

Mit der eigenen Geschichte Geschichte mitschreiben

Willi Sitte – Künstler, überzeugter Kommunist, Funktionär, Machtmensch. Er gilt als einer der einflussreichsten und umstrittensten Maler der DDR. Aron Boks ist sein Urgroßneffe und hat sich bisher kaum für seinen berühmten Verwandten interessiert. Bis bei einem Familientreffen plötzlich ein Gemälde auftaucht: Die Heilige Familie. Aron beginnt, Fragen zu stellen: Wer war Willi Sitte wirklich, was trieb ihn an?

Das Gemälde wird zum Ausgangspunkt seiner biografischen Recherche, die ihn mit Geschehnissen während und nach dem Zweiten Weltkrieg und besonders mit den Jahren vor und nach der »Wende« konfrontiert. Irgendwann wird ihm klar, dass die Beschäftigung mit seiner Familie und der DDR auch zu einer Beschäftigung mit sich selbst wird. Aron sammelt, fragt nach und fügt Ereignisse zusammen, die Willi Sitte auf seinem Lebensweg prägten. Zu den Zeitzeugen, mit denen er spricht, gehören neben Ingrid Sitte auch Wolf Biermann, Gerhard Wolf und Volker Braun.

Für Aron, der die DDR selbst nicht mehr erlebt hat, zeigt sich der Maler Willi Sitte als Mensch in all seiner Zerrissenheit. Zwischen Ideologie und Idealismus, Ruhm, Macht, Kunst und Anerkennung. Eine Suche, die uns zu den wichtigsten Fragen der jüngsten Vergangenheit Deutschlands führt.

»Eine Spurensuche, bei der Aron Erinnerungen von Zeitzeugen und aktuelle Ereignisse dokumentarisch miteinander verwebt. Dabei herausgekommen ist seine ganz eigene Geschichte. Eine großartige Annäherung an ein Land, das es nicht mehr gibt, aber unsere Gegenwart weiterhin prägt.«
Alexander Kluge

»Es gibt viele Bücher Nachgeborener über die DDR, viele Bücher über die Suche nach diesem untergegangenen Land und der Frage danach, was das mit der eigenen Biografie zu tun hat. Aron Boks gelingt, was viele nur vortäuschen: Er hat ernsthaftes Interesse. Empathisch, kritisch, feinfühlig legt er die Ambivalenzen offen, die sich ergeben, wenn man sich mit ‚der DDR‘ beschäftigt. Chapeau!«
Lukas Rietzschel, Autor des Bestsellers Raumfahrer

Nackt in die DDR. Mein Urgroßonkel Willi Sitte und was die ganze Geschichte mit mir zu tun hat

von Aron Boks

Ich freue mich, von Ihnen zu hören.

Judith Schneiberg:
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